Opinel

Geschichte
Know-How
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Geschichte

  • 1800 Victor-Amédée Opinel lernt auf seinen Reisen Nägel zu schmieden. Er errichtet seine erste Schmiede in Gevoudaz, einem abgelegenen Teil von Albiez-le-Vieux, nahe Saint-Jean-de-Maurienne. Später arbeitet Sohn Daniel an der Seite seines Vaters und übernimmt nach dessen Tod die Schmiede.
  • 1872 Daniel Opinels ältester Sohn Joseph wird geboren.
  • 1890 Joseph Opinel wird 18 und arbeitet im Familienbetrieb. Mit einer Leidenschaft für neue Maschinen und innovative Technologien baut er seine eigene Kamera und wird Fotograf für Hochzeiten und Veranstaltungen in der Region. Gegen den Willen seines Vaters, der das traditionelle Schmiedehandwerk vorzieht, entwickelt er ein kleines Taschenmesser, das mithilfe moderner Technologie produziert werden kann: Das Opinel ist geboren!
  • 1897 Joseph Opinel entwickelt 12 verschiedene Messergrößen. Das kleinste, No. 1, besitzt einen Ring, um es an einer Taschenuhr zu befestigen. Die Produktion von No. 1 und No. 11 wird 1935 eingestellt. In den 70ern wird ein riesiges Messer als Werbeobjekt entwickelt, das schon bald wegen hoher Nachfrage in größeren Stückzhalen produziert wird. Die Klinge des No. 13 ist 22 cm lang bei einer geöffneten Gesamtlänge von 50 cm.
  • 1901 Joseph baut eine neue Fabrik bei der Pont de Gevoudaz. Hier entwickelt er Maschinen mit höherer Produktionsgeschwindigkeit. Durch eine hydraulische Turbine ist er der erste mit Elektrizität im Dorf.
  • 1909 Das Emblem der gekrönten Hand wird zum Firmensymbol. Die segnende Hand ist das Zeichen des heiligen Jean-Baptiste, das auf den Waffen von Saint-Jean-de-Maurienne, der nächsten Stadt zu Albiez-le-Vieux, Heimat der Opinel-Familie, erscheint. Joseph Opinel fügt die Krone hinzu, um daran zu erinnern, dass Savoie ein Herzogtum ist.
  • 1911 Für seine Messer erhält Joseph auf der Internationalen Alpinen Ausstellung in Turin die Goldmedaille.
  • 1915 Joseph erkennt, dass die Lage der Fabrik zu abgelegen ist und zieht nach Chambery in Cognin um, wo er Anschluss an ein großes Schienennetz erhält.
  • 1926 Ein Ofen, der die Fabrik mit Sägespänen beheizt, fängt Feuer, wodurch das gesamte Gebäude abbrennt. Die Opinel-Familie beschließt, neue moderne Anlagen zu bauen, die noch besser auf Ihre Produktion zugeschnitten sind. Die neue Fabrik wird 1927 eingeweiht.
  • 1950 Maurice Opinel steigt in das Geschäft des Vaters ein. Später wird er Geschäftsführer des Unternehmens.
  • 1955 Marcel Opinel erfindet das Virobloc®-System, das die Klinge durch Rotieren des Gehäuserings feststellt und damit die Sicherheit des Messers erhöht.
  • 1960 Der 29. Januar ist für die Opinel-Familie verflucht. am 29. Januar 1926 brennt die erste Fabrik in Cognin nieder. Am selben Tag im Jahr 1960 stirbt Joseph Opinel im Alter von 88 Jahren. 30 Jahre später stirbt Marcel Opinel am 29. Januar 1990.
  • 1973 Eine neue Industrieanlage wird in Chambery gebaut, welche ab 2003 zum Hauptquartier des Unternehmens wird.
  • 1998 Denis Opinel übernimmt das Geschäft seines Vaters Maurice Opinel.
  • 2006 Im "Phaidon Design Classics" wird das Opinel Taschenmesser als eines der 999 erfolgreichsten Designs aller Zeiten von einer Jury aus internationalen Designern anerkannt.
  • 2013 Jaques Opinel baut die Werkstatt seines Großvaters Jean zu einem Museum um.
  • 2016 Opinel USA wird als erster internationaler Ableger die Marke in den Vereinigten Staaten vertreiben und weiterentwickeln.

 

Know-How

Der Griff

Die Form des traditionellen Opinel Messers ist seit der Gestaltung durch Joseph Opinel im Jahr 1890 unverändert geblieben. Der Holzgriff des Griffs hat eine tiefe Furche. Nur sehr stabiles Holz ist geeignet, um strapazierfähige Griffe zu formen und produzieren. Deshalb wird meistens Buchenholz verwendet. Edle Hölzer wie Olive, Eiche, Walnuss oder Buchsbaum werden für bestimmte Linien verwendet. Birke und Hainbuche sind helle Hölzer mit weniger Maserung und werden für gefärbte Griffe benutzt. Um die Umwelt zu schützen, verwendet Opinel Holz von lokalen nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.

Zuerst hatte das Opinel Messer vier Komponenten: Die Klinge, den Griff, den Ring und die Niete. Der Ring wurde benötigt, um die Klinge fest am Griff zu vernieten. 1955 erfand Marcel Opinel das Virobloc®-System, um die Sicherheit des Messers zu verbessern. Ein rotierendes Schloss, das auf dem Ring gleitet, schließt die Furche und stellt die Klinge in der offenen Position fest. In den 90ern wurde das System modifiziert, um die Klinge auf in der geschlossenen Position feststellen zu können. Seit dem Jahr 2000 besitzt jedes Opinel Taschenmesser dieses System.

Die Klinge

Stahl ist per Defintion ein Gemisch aus Eisen und Kohlenstoff. Wenn kein anderes Element hinzugefügt wird, wird er allgemein Karbonstahl genannt. Diese Kombination ist sehr anfällig für Korrosion. Um dies zu kompensieren, werden mindestens 10,5% Chrom zugesetzt. Dieser Stahl ist allgemein als rostfreier Stahl bekannt. Das Chrom bildet eine oberfächliche und extrem dünne Oxidschicht, die die Klinge vor Rostbildung schützt. Je höher der Kohlenstoffgehalt im Stahl, desto härter wird dieser durch die Hitzebehandlung. Die Härte garantiert langhaltende Schneidqualität. Je härter jedoch die Klinge, desto fragiler wird sie. Dies gilt für Karbon- und rostfreien Stahl. Kohlenstoff neigt zur Verbindung mit Chrom und bildet Chromkarbid, in dessen Form das Chrom die schützende Eigenschaft vor Oxidation verliert.

Für den Karbonstahl verwendet Opinel einen Gehalt von 0,9% Kohlenstoff. Er wird in Deutschland hergestellt und in Frankreich fertiggestellt, bevor er von Opinel verarbeitet wird. Durch das Schneiden von weicheren Materialien wie Holz, Papier oder Karton wird die Schneide geschärft. Durch den Kontakt zu harten Oberflächen wie Keramik auf der anderen Seite verliert die Schneide an Schärfe. Karbonstahl ist rostanfälliger und benötigt mehr Pflege als rostfreier Stahl. Er sollte nicht in feuchter oder saurer Umgebung benutzt werden.

Der rostfreie Stahl von Opinel ist der beste Kompromiss zwischen Rostbeständigkeit und mechanischer Festigkeit. Er wird in Schweden von der SANDVIK-Gruppe produziert. Unter normalen Nutzungsbedingungen braucht der rostfreise Stahl keine bestimmte Pflege. Nichtsdestotrotz kommt auch er durch längeren Kontakt mit einer aggressiven Umgebung (Säure, Salzwasser, Spülmittel, etc.) an seine Grenzen.

In zwei Schritten der Hitzebehandlung wird der Stahl gehärtet. Zuerst wird er auf über 800°C erhitzt und dann schnell abgekühlt. Dadurch wird die Klinge extrem hart, aber auch spröde. Danach wird sie noch einmal auf eine niedrigere Temperatur erhitzt und dann langsam abgekühlt.

Der Schärfwinkel ist auch ein Kompromiss. Ist der Winkel zu spitz, wird die Schneide fragil und nutzt sich schnell ab. Ist er zu stumpf, wird das Schneiden schwierig. Der Opinel Schärfwinkel beträgt etwa 40°. Die Wetzsteine besitzen eine Genauigkeit von bis zu 1/100mm, um einen regelmäßigen Schneidwinkel zu garantieren.

Jede von Opinel verwendete Stahlart ist für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet. Dies wird in regelmäßigen Tests geprüft.

 

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Quelle: www.opinel.com

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