Laguiole

Bedeutung
Der Name Laguiole leitet sich von der gleichnamigen Stadt im Süden Frankreichs ab, die ähnlich wie Solingen in Deutschland auf eine lange Tradition in der Herstellung von Messern zurück blickt und zu einem Zentrum der französischen Messerproduktion geworden ist. Das Laguiole-Messer wurde 1829 als Bauernmesser erfunden, inspiriert von Arabo-Hispanischen Messern, den Navaja. Weder der Name "Laguiole" noch das in Zusammenhang mit diesen Messern verwendete Symbol einer Biene sind rechtlich geschützt. Der Einzelbegriff "Laguiole" ist daher nicht als Marke, sondern vielmehr als ein beschreibender Begriff für einen Messerstil zu verstehen, der durch die traditionelle Bauart geprägt wurde. Heute gibt es eine Vielzahl von Herstellern in der Region Laguiole, aber auch aus dem Ausland, insbesondere dem asiatischen Raum, hier besonders aus Pakistan und China. Das "einzig wahre Laguiole" gibt es im rechtlichen Sinne nicht und die Fülle der auf dem Markt befindlichen Lagiole-Produkte, die sich in Herkunft, Qualität und Preis erheblich unterscheiden, kann zurecht als verwirrend betrachtet werden.
Typ-Beschreibung
Der Begriff Laguiole beschreibt einen besonderen Messerstil in Form und Bauart von unterschiedlichen Messertypen:
Vertrieb
1. Schlanke Klappmesser ohne Arretierung mit leicht geschwungener Griffform, häufig mit exklusiven Griffschalen aus den verschiedensten Materialien wie Holz, Horn, Knochen, Mammutelfenbein, aber auch Acryl und Kunstharz. Das Griffende zur Klinge hin ist meist mit einer Biene aus Metall verziert und der Rücken der Heftung trägt eine Ziselierung. Griffenden können sowohl durch Metallbacken als auch vollständig aus dem Griffmaterial gearbeitet sein. Rückschlüsse auf die Schneidqualität oder deren Material lässt der Begriff Laguiole alleine nicht zu. Es werden Messer von unterschliedlichen Stahlqualitäten von einfachen Messerstahl über geschmiedete Klingen bis hin zu Damastklingen angeboten.
2. Messer des Typs 1, aber mit einem Korkenzieher im Griffrücken
3. Feststehende nicht klappbare Tafelmesser (Steakmesser) wie Typ 1
4. Sommelliermesser: Das für Laguiole bekannte Sommeliermesser war stilgebend für die Bauart von heute weit verbreiteten Korkenziehern. Es beinhaltet eine kleine gebogene Schneide zum Abtrennen der Aluminium- oder Kunststoffkapsel, die den Korken umschließt, dem Korkenzieher selbst und einem ausklappbaren Hebelansatz, der am Flaschenhals aufgesetzt wird, um den Korken sanft auszuhebeln.
Marken und Qualitäten
Der Ruhm der Laguiole Messer geht natürlich nicht nur auf ihr ansprechendes Design, sondern insbesondere auch auf die hohe Qualität französischer Messerkunst zurück. Hersteller wie "Laguiole en Aubrac", "Forge de Laguiole", "Fontenille Pataud" oder "La Coutellerie de Laguiole Honoré Durand" zählen zu den hochwertigsten französischen Messerschmieden. Laut Wikipedia gibt es allein in Frankreich 134 Laguiole-Schmieden, die aber nicht alle selbst fertigen, sondern teilweise Ihre Produkte auch in Asien produzieren lassen.
 
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