Dux

Geschichte
 
Gegründet wurde die Firma von Paul Möbius im Jahre 1908 als „T. Paul Möbius KG“. Während Bleistifte bisher mit Messer und Sandpapier gespitzt wurden, produzierte Paul Möbius einen Metallspitzer, der diese Arbeit revolutionierte. In dieser Zeit brachten viele Patente und Innovationen die Firma zu einem Marktanteil in Deutschland von bis zu 75%. Nach finanziellen Schwierigkeiten ging die T. Paul Möbius KG 1981 in die Dux GmbH über. Im Jahre 1998 wurde die Dux GmbH schließlich von der Standardgraph Zeichentechnik GmbH übernommen. Der Markenname DUX blieb erhalten; die „Made in Germany“-Produkte werden weltweit vertrieben.
 
Das Werksgebäude der "T. Paul Möbius KG" von 1908 (später Dux)
 
Anfang der 50er Jahre entwickelte DUX einen Spitzer, der es möglich macht, die Schärfe der Bleistiftspitze in drei Varianten einzustellen. Ausgangspunkt waren Anfragen von Anwendern aus verschiedenen Bereichen, die die Mine ihrer Bleistifte unterschiedlich spitz haben wollten. Ein technischer Zeichner oder Architekt bevorzugt z.B. einen sehr spitzen Stift, während ein Grafiker oder Künstler für seine Skizzen einen eher stumpfen Bleistift bevorzugt.
 
Diesen verschiedenen Anwendungen trägt der von DUX entwickelte variable Spitzer Rechnung. Ein am Spitzerende angebrachtes Rändel ermöglicht eine Einstellung für drei unterschiedliche Bleistiftspitzen. Das Rändel rastet durch Drehen hör- und spürbar ein. Je nach Einstellung wird dabei im Inneren des Spitzers dem Bleistift erlaubt, mehr oder weniger tief in den Spitzer einzudringen. Der genau festgelegte Winkel zwischen Konus und Messer führt dann zu der gewünschten Spitze.
 
Herstellung
Hergestellt wird der variable Spitzer von DUX aus Messing. Der gezogene, mehrere Meter lange Messingstrang wird in Stücke in Spitzerlänge zersägt. Anschließend wird der Konus gebohrt, das Bett für das Messer gefräst und die Gewindebohrung für die Messerschraube gesetzt. Dann folgen in mehreren Schritten die Bohrungen zur Aufnahme der Rändelschraube. Das Rändel wird aus einem Messingrundstab gedreht, gebohrt und geprägt. Mit Feder, Bolzen und Schrauben erfolgt dann die Montage des Rändels und des Spitzermessers. Der fertige Spitzer wird noch mit einer dünnen transparenten Lackschicht überzogen, um die Oxidation des Messings zu verhindern. Alle Arbeiten erfordern eine hohe Präzision, um die Funktionalität des Spitzers sicherzustellen. Ein wichtiger Teil des Spitzers ist ein gutes Messer. DUX-Messer werden aus gehärtetem Bandstahl hergestellt. Die ausgestanzten Rohlinge werden in mehreren Arbeitsschritten geschliffen, poliert und kontrolliert, bevor sie auf Spitzer montiert werden. Um die Wertigkeit des Produkts zu unterstreichen, wird jeder variable Spitzer zusammen mit der Gebrauchsanleitung in ein Echtlederetui verpackt.
 
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